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- Der Schrei - 1990  Collage 100 x 70 cm
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Das Auffällige in den graphischen Arbeiten ist die Zurückhaltung mit der sich Elke Abraham ihrem Sujet nähert. Man spürt das vorrangige Bestreben, den Gegenstand hervortreten zu lassen, wie er ist; er wird erfaßt und soll in der Darstellung zu seinem Recht kommen. Damit er zu seinem Recht kommt, unterwirft sie sich selbst einer Disziplin der minutiösen Ausarbeitung.   Sie investiert ihr handwerkliches Können - und darüber verfügt sie von Anfang an in staunenswerter Perfektion - im Dienst der Objektivierung des Sujets,  vor der das künstlerische Ich sich scheu zu verhalten scheint. - Elke Abraham bewegt sich in ihren Arbeiten jenseits  von Expressionismus und Impressionismus, sei es in der Sichtweise, sei es in der Darstellung der emotionalen Reaktion.  In der Malerei und vor allem in den Kollagen herrscht dann der Wille zu formen und zu gestalten vor;   die Freiheit des Entwerfens löst die Hingabe an die getreue Abbildung ab.  Farben und Materialien werden nicht eingesetzt für das Konterfei eines Gegenstandes, sondern sind nur Mittel, um eine Form  hervorzubringen. Es  entsteht ein Eindruck von spielerischem Erfinden von Kompositionen, die einen rein ästhetischen Status beanspruchen. Zwar gibt es Anklänge an Gegenständliches  ( an ein Gesicht etwa in “Der Schrei” von 1990).  Aber das hat nichts mehr mit Abbildung und Gegenstandsbezug zu tun.  Vielmehr werden solche Verweise Teile des losgelösten äsethischen Spiels. Diese in der Kollage auftauchende Freiheit und Verspieltheit in der Gestaltung sehe ich dann fortgeführt in den Asselblagen : in den Inszenierungen in blauen Boxen und in der Reihe von “Altären”.              weiter...